Die Nutzung der reinen, hochprozentigen Sole-Quellen in Bad Salzungen schlägt eine Brücke zur reichen keltischen Vergangenheit in der Region um Bad Salzungen.
Die Kelten, eine indoeuropäische Völkergruppe, waren unterschiedliche Stämme, deren besondere Gemeinsamkeit ihre Sprache und Kultur war.

Die Keltenjahre fallen entwicklungsgeschichtlich in die Eisenzeit. Im 8. Jh. v. Chr. bevölkerten die Kelten zunächst Gebiete am Oberrhein und der oberen Donau. Ab den Jahren 300 v. Chr. wurden neue Siedlungsgebiete zum Teil kriegerisch erobert, so z.B. Gebiete in Mittel- und Südeuropa - von der Iberischen Halbinsel (Kelt-Iberer) über Frankreich (Gallier), die britischen Inseln (Wales, Schottland, Irland), das nördliche Alpen- und Voralpengebiet, zum Teil den italienischen Stiefel (Etrusker), die Donau abwärts (Thraker) bis zu Gebieten in der heutigen Türkei (Galater). Nach der Eroberung Galliens durch die Römer und dem Vordringen germanischer Stämme von Norden ging die "Hauptzeit" der Kelten (im 1. Jh. v. Chr.) zu Ende.
Im Gebiet rund um Bad Salzungen lebten vor ca. 2500 Jahren keltische Stämme. Funde in und um Bad Salzungen belegen das. Selbst die Kelten nutzten hier schon die Sole-Quellen zur Salzgewinnung (Briquetagetechnik).
Diese eindeutig nachgewiesenen historischen Wurzeln brachten Ende der 90er Jahre den Bad Salzunger Geschäftsführer der stadteigenen Kurverwaltungsgesellschaft mbH, Dieter Hartmann, fast zwangsläufig auf eine „an sich banale Idee“.

Die „Kelten“ schienen ihm als „Aufhänger“ für die erfolgreiche Vermarktung der neu zu positionierenden – nach der „Wende“ von Grund auf neugestalteten – Kureinrichtungen bestens geeignet zu sein.

„Das Schöne ist, dass man bei der thematischen Umsetzung nicht an bestimmte Regeln gebunden ist und große Spielräume und Synergien vorhanden sind. Hier wurde etwas Einmaliges mit Bezug zu unserer Region geschaffen.“ Im Jahr 2000 eröffnete in Bad Salzungen das erste deutsche Keltenbad. Das aus drei Rundbauten bestehende Ensemble schließt sich harmonisch an das historische Gradierwerk an.